Exkursionen über die Marienfelder Heidefläche am 15. und 16. August 2026

Am 15.08.2026 gab es eine Führung, exklusiv für den BUND
(Foto: © Ingold Klee 2026)

und am Sonntag, dem 16. 08.2026 gab es eine weitere Führung für alle sonstigen interessierten Menschen.
(Foto:© Florian Bernitt 2026)
Samstag, 15.08.2026:
Fast pünktlich traf die Radlergruppe des BUND Gütersloh an der Heidefläche in Marienfeld ein. Nach einer kurzen Begrüßung und dem obligatorischen Gruppenfoto, begab sich die Gruppe direkt auf die Heidefläche.
Sonntag, 16.08.2026:
Bereits früh um 10:30 Uhr fanden sich etwa 20 Teilnehmer zu einer Exkursion über die Marienfelder Heidefläche am vorgegebenen Treffpunkt ein.
Nach einer kurzen Begrüßung begab sich die Gruppe direkt auf die Heidefläche.
Der Folgende Ablauf, die folgende Beschreibung passt auf beide Exkursionen:
Josef Thomalla Begrüßte die Teilnehmer und erklärte zunächst die Grundsätze, die man zu dieser Fläche wissen musste:
Die Fläche hat eine Größe von ca. 1,25 ha und sie befindet sich im Eigentum der Familie Bruno Kleine in Marienfeld.
In Abstimmung mit Familie Kleine hat die Lokale Agenda Harsewinkel im Jahr 2022 damit begonnen, die Heide-Bestandsfläche zu entkusseln. In der Pflegesaison 2023/24 kamen im September 2023 der Forst-Mulcher und eine Planierraupe zum Einsatz um auf einem Teil der Fläche zunächst die „Faulbaum-Plantage“ zu schreddern und dann die Fläche vom Oberboden zu befreien. Bereits im folgenden Frühjahr zeigten sich erste Heidepflänzchen. Neben der zuerwartenden Besenheide entwickelte sich auch zur Überraschung aller Beteiligten, die Glockenheide sehr gut.
Gleich im Ersten Jahr zeigte sich, wie Wertvoll diese Fläche jetzt für die Pflanzen und auch für die Tierwelt ist.
Langsam schlendert die Gruppe über die Fläche und schaut sich immer wieder an was da kriecht und fliegt.
Am Ende dieser Fläche traf die Gruppe auf den jüngsten Projektteil. Vor wenigen Wochen wurde vom dritten Teil der Fläche ebenfalls der Oberboden abgeschoben um eine Nährstoffarme Fläche zu schaffen. Zusätzlich wir in diesem Bereich noch eine Blänke eingebaut. Eine Blänke ist eine Senke im Gelände, in der sich vom Herbst bis ins Frühjahr Wasser sammelt und somit vielen typischen Pflanzen der Feuchtheide einen Lebensraum bietet. Darunter dem Sonnentau und auch dem Moorbärlapp. So ist der Plan.
Der Abraum wurde zu beiden Seiten der Fläche abgelagert.
Auf der Nordseite wurden steilwandähnliche Strukturen geschaffen. Bereits nach gut vier Wochen sind bereits die ersten Insekten in Teilbereiche eingezogen.
Weiter ging es über die Bestands-Heidefläche, durch Heidelbeerbestände und durch die blühende Heide zum ersten Nest der Roten Waldameise. Das Nest hat sich weiterentwickelt und den, durch ein Drahtgeflecht geschützten Raum bereits verlassen. Das Drahtgeflecht soll den Grünspecht vom Nest abhalten. Ameisen sind seine Leibspeise. Auf der Fläche gibt es noch zwei weitere Nester dieser Ameisenart.
Am Waldrand sieht die Gruppe dann die Abraumhaufen, die dort im Zuge der Pflege platziert wurden, mit dem Ziel diversen kleinen Tieren Unterschlupf und Lebensraum zu bieten.
Totholz- und Abraumhaufen sind ideale Verstecke und Überwinterungsplätze für Eidechsen. Bereits im Frühjahr wurden die ersten Eidechsen gesehen.

Hie4r steht die BUND-Gruppe am ersten Nest der Roten Waldameise und Josef Thomalla erklärt die Rote Waldameise und warum sich dort ein Drahtgestell befindent.
(Foto: © Anette Klee, 2026)