Noch ist es ein großer und zugemüllter Sandkasten. Foto: Josef Thomalla

Staudenbeet am Parkplatz "Dritter Ort" (Wilhalm)

Förderung der Artenvielfalt im städtischen Raum
Harsewinkel (kk). Kaum einem Passanten fiel es bisher auf: Ein von hölzernen Sitzbänken eingefasstes, vermülltes Fleckchen Erde unter den Linden am Parkplatz des Kulturorts Wilhalm an der Ecke Gütersloher Straße/Dr.-Pieke-Straße. Das wird sich nun ändern: Auf Initiative von Micky Grohe, dem Kulturbeauftragten der Stadt Harsewinkel, bepflanzten Aktive der Lokalen Agenda Umwelt die unscheinbare Fläche am Samstagmorgen, 11. Mai 2024, mit rund 30 insektenfreundlichen, heimischen Gartenstauden und verwandelten sie in ein schön anzusehendes Blumenbeet. Ulla Langer-Theis und Sebastian Bernitt brachten Kisten voller Pflanzen aus ihren eigenen Gärten mit, darunter auch solche, die auf der Stauden(tausch)-Börse am Samstag, den 27. April, keine Abnehmer gefunden hatten. Bevor sie die Pflanzen setzen konnten, musste das Erdreich in schweißtreibender Arbeit von Müll und Wurzelwerk befreit und umgegraben werden. Akelei, Dreimasterblume, Frauenmantel, Glockenblumen, Heidenelken, Johanniskraut, eine Königskerze, Margeriten, Mutterkraut, Vergissmeinnicht, Wollziest und viele weitere, auch Kräuter wie Oreganum bekamen gemäß ihrer Vor-lieben einen überwiegend schattigen oder sonnigen Platz und als Starthilfe einen kräftigen Guss Wasser aus der Gießkanne. Zwischen den Stauden verteilte Krokusszwiebeln werden das Beet im nächsten Frühjahr mit ersten farbenfrohen Blüten schmücken. Noch bevor die Fläche vollständig bepflanzt war, zeigte ein Kohlweißling auf der Suche nach süßem Nektar Interesse an vereinzelten Blüten. Die an der Aktion Beteiligten – Maria Abeck-Brandes, Sprecherin der Lokalen Agenda Umwelt Harsewinkel, Sebastian Bernitt und Ulla Langer-Theis – hoffen, dass die Pflanzen gut anwachsen werden und freuen sich, einen kleinen, aber wertvollen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt im städtischen Raum geleistet zu haben.

Ulla, Maria und Sebastian bei der Arbeit. Foto Klaudia Kretschmer

Die Arbeit ist getan, Sebastian, Ulla und Maria freuen sich über die gelungene Aktion. Foto Klaudia Kretschmer